Fischerverein Gastein


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Über uns

Chronik des Fischerverein Gastein



Der "Fischerverein Gastein", früher Gasteiner Sportfischerverein, wurde am
25. Juni 1984 von fünf ambitionierten Fischern gegründet.

Die Gründungsmitglieder




Nach der Vereinsgründung konnten sofort 45 weitere interessierte Fischer als Vereinsmitglieder angeworben werden und seit dieser Zeit ist unser Verein kontinuierlich gewachsen. Derzeit haben wir einen Mitgliederstand von 186 Fischerinnen und Fischern.

Bereits am 1. Jänner 1985 pachteten wir von den Österreichischen Bundesforsten die beiden Hochgebirgsseen "Unterer Bockhartsee" und "Oberer Bockhartsee" als Fischgewässer, die die Basis
unseres gesamten Vereinslebens sind.

Im Jahre 2001 wurde der, zu diesem Zeitpunkt gesperrte, "Gasteiner Badesee" in Bad Hofgastein als neues Fischwasser gepachtet und in Absprache mit der Teichwirtschaft Waltschach mit Schnecken- und Pflanzenfressern sowie in weiterer Folge mit Karpfen, Zandern, Schleien und Forellen besetzt.
Durch einen ausgewogenen und gezielten Fischbesatz und durch kontinuierliche Wasserregulierungs- und Belüftungsmaßnahmen konnte dem "Gasteiner Badesee" wieder zu sauberem Wasser und somit zu Badequalität verholfen werden.

Die bisherigen Vereinsobmänner



Die bewegte Geschichte des

"Bockhart"

Als das Klima vor ca. 10.000 Jahren wärmer wurde, ging die letzte Eiszeit zu Ende. Die Eismassen wichen immer weiter ins Gebirge zurück und hinterließen tiefe Täler und Mulden. Schmelzwasser verdrängte das Eis aus den Mulden und füllte sie auf.
So auch in den Hohen Tauern, eingebettet zwischen dem Silberpfennig, der Bockhartscharte und dem Kolmkar liegen die beiden Bockhartseen in einer Höhe von 1.850 m und 2.100 m.
Im 15. und 16. Jahrhundert wurden in diesem Gebiet in über 20 Bergwerksstollen mittels Schlegel, Eisen und Feuersetzen, Gold- und Silbererze abgebaut. Die Verhüttung begann am oberen "Pochkarsee" in sogenannten "Pochwerken". Dort wurden die Erze von Steinrädern zermahlen und gestampft, also "gepocht". Die zerkleinerten "Pochgänge" wurden danach gewaschen und geschwemmt. Mittels "rauher Tücher" gewann man das ausgewaschene Konzentrat, den "Schlich", der über den gut ausgebauten "Herrensteig" ins Tal zu den Schmelzhütten gebracht wurde.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam der Bergbau langsam zum Erliegen und die Hütten, Wege und Stollen sind im Laufe der Zeit verfallen.
1907 kam der Eisenbahningenieur Karl Imhof nach Böckstein und verhalf dem Sieglitz-Pochkar Bergbau zu neuem Leben. 1914 wurde der untere Pochkarsee gestaut, eine Druckrohrleitung ins Naßfeld verlegt und ein Kraftwerk errichtet. 1927 stellte man den Betrieb wieder ein. 1938 übernahm die "Preussag" den Bergbau am "Pochkarsee". Durch den Befehl des Reichswirtschaftsministeriums wurde die Anlage 1944 demontiert und abtransportiert. Durch diese Maßnahmen kam der Gasteiner Bergbau entgültig zum Erliegen. Die 1928 von Josef Jakober errichtete Bockhartseehütte ist 1981 wegen des Kraftwerkbaues abgerissen worden. Noch im selben Jahr erbaute die Salzburger AG. für Elektrizitätswirtschaft (SAFE) einige hundert Meter weiter südlich, auf einer Anhöhe die heutige Bockhartseehütte.
So wechselhaft wie die Geschichte am Bockhartsee war, so wechselhaft ist auch die Namensgebung. Wie der "Lacus montanus" (Bergsee) zur Zeit der Römer hieß (sie erbauten vermutlich den Herrensteig) ist fraglich. Der im Mittelalter durch den Bergbau entstandene Name "Pochkarsee" veränderte sich in den darauffolgenden Jahrhunderten mehrmals. So entstanden Namen wie "Pochkar, Pockhart, Bockhardt" usw., die aber heute kaum mehr benutzt werden und so kennen die meisten nur mehr das schlichte und einfache "Bockhart".

W. Steinegger



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