Fischerverein Gastein


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Naturschutz - NEWs

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06.12.2014

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Und wieder ist vor unserer Haustür ein unverantwortlicher Eingriff
in die Natur geplant


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Wasserkraft - ein Millionengrab?


www.rettetdiemur.at

38,6 Millionen Euro in der Mur versenkt – Verbund legt verminderten Wert offen


Weniger als ein Jahr nach der Inbetriebnahme haben die Murstaustufen Kalsdorf und Gössendorf 38,6 Millionen ihres Werts verloren – der Wertverlust beträgt damit bereits jetzt knapp 25%. Insgesamt über 160 Millionen Euro haben EStAG und Verbund in das Doppelprojekt gemeinsam fehlinvestiert. Angesichts des Stromüberschusses am europäischen Strommarkt scheint sich der Wertverlust auch zukünftig fortzusetzen.


Der Verbund bestätigt in seinem Geschäftsbericht vom Jahr 2013 (Verbund, 2014, S. 25, 30, 116-117, 136) die bereits errechnete Wertminderung ein zweites Mal: 38,6 Millionen hat das Doppelprojekt Gössendorf/Kalsdorf binnen eines Jahres an Wert verloren. Seine 19,3 Millionen Euro hat der Verbund im Geschäftsbericht für sich kalkuliert – die EStAG-Millionen kommen gleichwertig noch hinzu. Verantwortlich dafür ist, neben den Fehlkalkulationen der Konzerne, unter anderem der seit Jahren herrschende Stromüberschuss in Europa. Dies verdeutlicht auch, dass die Notwendigkeit für den Bau neuer Kraftwerke niemals gegeben war.


Seit Oktober 2013 steht hier das Wasser still. Geblieben ist ein Millionengrab aus Beton, das immer mehr an Wert verliert. Der Wertverlust entspricht den 40 Millionen Euro Einsparungen, die ganz Österreich im Bereich der „Forschung und Wissenschaft“ zu tragen hat. Weitere Wertminderungen sind abzusehen und werden vermutlich in Kürze an die 60 Millionen Euro heranreichen, die den geplanten Einsparungen im gesamten österreichischen Bildungsbereich entsprechen.


Zusätzlich zu den 40 Millionen Euro bedeutete der Bau der Staustufen Gössendorf und Kalsdorf den Verlust von 80 ha wertvollem Auwald – eine menschenleere Landschaft aus Beton und Dämmen erstreckt sich, wo einst Vielfalt war. Für die Tierwelt und für jene Menschen deren Eigentum zwangsenteignet wurde, ist der Eingriff nicht mehr gutzumachen. Ob auch ein Zusammenhang zu den unter Wasser gesetzten Kellern in der Nähe der Staustufen besteht, wird bald Gewissheit werden.


Der Verbund hat seine Verantwortung gegenüber den Aktionären bereits wahrgenommen und seinen Teil der Wertberichtigung im Geschäftsbericht 2013 veröffentlicht. Die EStAG scheint hier noch abzuwarten und hat die verlorenen Millionen bisher gegenüber den Inhabern - den steirischen Bürgern und Bürgerinnen (zu 75%) und dem französischem Atomstromkonzern EdF (zu 25%) - noch nicht erwähnt.


office@rettetdiemur.at
----------------------------------------------------------------- ÖKF-Aktuell v. 12.05.2014

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Kronezeitung Werbung 2014-02-22


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Das schmutzige Geheimnis der Wasserkraft


Auch Wasserkraft ist klimaschädlich
Methan 25 mal schädlicher als CO2


Strom aus Wasserkraft ist weitaus weniger umweltschonend als vielfach angenommen. Stauseen setzen Methan frei, als Treibhausgas 25mal schädlicher als Kohlendioxid.

Dass Wasserkraftwerke Umweltschäden verursachen, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Diese Umweltschäden reichen von der starken Schädigung der Fischbestände bis zur Verhinderung der Selbstreinigung der Fließgewässer, vom gestörten Grundwasseraustausch bis hin zu enormen Hochwasserschäden, wie die letzten Gerichtsprozesse zeigen.


Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau hat „Guidance Paper on Hydropower“ aufgelegt, in dem die vielfältigen Schäden durch Wasserkraftwerke dargestellt sind. Bisher wurde immer behauptet, Wasserkraft verursache wenigstens keine Klimaschäden ...
Die *eawag* (Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz) hat erst vor kurzem eine Studie veröffentlicht, die Wasserkraftwerke schonungslos entlarvt. Eine Forschergruppe dänischer, deutscher und schweizer Wissenschaftler hat europäische Stauseen untersucht und dabei festgestellt, dass solche Staue auch in unseren gemäßigten Breiten sehr hohe Methanmengen ausstoßen.
Dabei muss man wissen, dass Methan die 25-fache Treibhausgaswirkung gegenüber CO2 hat!
Wie entsteht nun dieses Methan?

Alle Fließgewässer führen organische Abfälle mit sich. Diese Abfälle werden im Schotterzwischenraum der Bäche und Flüsse von Kleinlebewesen zersetzt, dabei wird Kohlendioxid frei. Ein völlig natürlicher Vorgang. In den Stauräumen allerdings werden die Abfälle von Sand und Schlamm bedeckt und zersetzen sich ohne Sauerstoff. Anstelle von Kohlendioxid entsteht Methan mit - wie schon erwähnt - 25mal höherer Wirkung auf das Klima.


Die Forschergruppe hat nun nachgewiesen, dass z.B. die Saarstauseen mit einer Fläche von ca. 1km² im Jahr 120 t Methan freisetzen. Die Schadwirkung entspricht 20 Millionen Autokilometern. Und das bei nur 1 km² Staufläche! Österreich allein hat über 5.000 Wasserkraftwerke mit den entsprechenden Stauräumen.


Aus keiner Statistik geht hervor, wie viele Quadratkilometer Stauraum es weltweit gibt - aber die Wirkung all dieser Wasserkraftwerke auf das Weltklima darf man auf keinen Fall unterschätzen! Wasserkraft ist also keinesweg so klima- und umweltfreundlich, wie die Werbung verspricht.


Und wieder wird ein "Mythos der Wasserkraft" entkräftet. Der Ausweg aus der Misere kann nur Energieeffizienz heißen. Schluss mit der sinnlosen Energievergeudung. Auch Energie ist ein Gut, das nicht unbeschränkt vergeudet werden darf.

Quelle: ÖKF 2014

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Das Schicksal der Mur?

Die Mur jetzt, ein intaktes Ökosystem
und in Zukunft?

Plattform Lebensader Mur
Gemeindeplatz 223
5591 Ramingstein an der Mur
www.lebensader-mur.at

E-Mail: office@lebensader-mur.at
Tel.: +43 664 33 29 314

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Die Wahrheit über Wasserkraft...
"Bereits heute werden Bayerns Flüsse und Bäche weit über ein naturverträgliches Maß hinaus durch Wasserkraft genutzt. Für den Erhalt unserer Fließgewässerlandschaften ist anstelle eines zügigen Ausbaus dringend ein Wasserkraft-Moratorium erforderlich!“, so Präsident Braun vom Landesfischereiverband Bayern bei einem gemeinsamen Pressegespräch am Flaucherkraftwerk in München.


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Pongauer ziehen gegen Salzach-Kraftwerk ins Feld


Noch ein Kraftwerk an der Salzach? "Nein", sagen Naturschützer und haben gegen eine Staustufe bei Stegenwald mobil gemacht. Josef Nothdurfter, Pongaus Fischerei- Obmann: "Politiker haben versprochen, dass dieser Teil nicht verbaut wird." Ein Rest Natur müsse bleiben: "Sonst verläuft die Salzach ja ohnehin im Beton- Sarg."


80 Millionen Euro soll das neue Salzach- Kraftwerk Stegenwald kosten, das Verbund und Salzburg- AG nun zur Bewilligung eingereicht haben. Nicht nur der WWF kämpft in seiner Kampagne für "Flüsse voller Leben", auch die tausend Pongauer Fischer wollen keine weitere Staustufe.

Von Politik enttäuscht
Fischerei- Obmann Josef Nothdurfter: "Salzburgs Politiker haben versprochen: Unterhalb von Werfen bauen wir im Pongau kein Kraftwerk mehr. Aber daran können oder wollen sie sich wohl nicht mehr erinnern."

Äschen, Forellen, Koppen und Saiblinge tummeln sich hier noch im Fluss: "Der Bestand kommt von selbst auf, hier wird nichts eingesetzt." Anders in den Stauseen der Kraftwerke, wie Nothdurfter weiß: "Dort werden 25 bis 30 Zentimeter große Fische hineingeworfen und kurz danach wieder herausgefischt."

Verbund will bauen
Und überhaupt: "Auch Fischaufstiege nützen hier nichts, sie sind nur ein Alibi- Bauwerk der E- Wirtschaft. Im Staubereich gibt es kein Leben mehr", sagt der Fischerei- Obmann, der von Naturfreunden, Alpenverein und Naturschutzbund unterstützt wird. Dr. Hannes Augustin: "Unsere Flüsse sind schon derart verbaut, ein Stück Natur muss erhalten bleiben." Für ihn liegt die Zukunft darin, unsere Energie effizienter einzusetzen.

Verbund- Sprecher Wolfgang Syrowatka glaubt an das Kraftwerk und daran, dass es bis 2014 verwirklicht wird: "Für Fische ist ein Umgehungsgerinne geplant, wir haben an alles gedacht."

von Wolfgang Weber, "Kronen Zeitung"
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